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Neben dem Europameisterschafts Coup von Ralf Biernatzki waren auch andere Tri Cops international unterwegs.

PSG Vorsitzender Thomas Höttecke startete beim legendären IronMan France in Nizza über die Langdistanz, welche allerdings in diesem Jahr aufgrund der Hitze auf die Strecken 3,8 - 152 - 30 gekürzt wurde.

Das Schwimmen im offenen Meer brachte der Rüthener in sehr guten 1:01 std hinter sich. Voller Motivation ging es dann bei brütender Hitze auf die anspruchsvolle Radstrecke in die französischen Seealpen. Diese bot trotz Verkürzung immer noch stattliche 2000 Höhenmeter. Das extreme Wetter forderte alles von den Teilehmern. Jede Versorgungstelle wurde voll ausgenutzt  um sich abzukühlen bzw zu trinken.

Nach 5:26 std auf dem Bike erreichte Höttecke wieder die Wechselzone in Nizza, leicht verwundert darüber, dass bis dahin erst recht wenig Räder dort standen.

Die Laufstrecke führte flach am Meer entlang, ohne Schatten in drei Runden zu je 10,5 Km. Auch hier wurde unterwegs alles aufgegriffen, was zum Kühlen des Körpers nützlich war.

Nach 3:12 std Laufzeit wurde Thomas Höttecke lautstark von seiner Familie im Ziel empfangen. Froh, erleichtert und stolz zugleich diese Tortur überstanden zu haben.

9:51 Min Gesamtzeit bedeuteten Platz 476 ges von 3000 gemeldeten Athleten sowie Rang 29 in der Ak 50.

 

Österreich lautete das Wettkampfland für Stephan Wohlmeiner. Der Suttroper ging bei der Challenge Walchsee/Kaiserwinkl in Tirol an den Start und hatte die Distanzen 1,9 -90 - 21 zu bewältigen.

Ebenso wie in Frankreich hatte das heiße Wetter auch hier Auswirkungen auf das Rennen. Der wundeschön gelegene Walchsee hatte am Wettkampftag 25 Grad Wassertemperatur zu bieten, was ein Neoprenverbot nach sich zog. Über 1000 Teilnehmer hatten sich zu verschiedenen Formaten gemeldet, neben den klassischen Triathleten waren auch Staffeln sowie Aquabike Teilnehmer (schwimmen und radfahren) am Start.

Nach einer großen Runde Schwimmen durch den See folgten 90 traumhafte Radkilometer zu zwei Runden je 45 Km durch das Hinterland. Dabei kamen ca 1200 Höhenmeter zusammen, welche sich bei Temperaturen von 36 Grad schon in den Beinen bemerkbar machten .

Zum guten Schluß stand noch eine sehr schöne Laufrunde um den See auf dem Programm. Diese war 5,2 Km lang (somit viermal zu laufen), leicht profiliert, bot fast keinen Schatten und führte an merheren Strandbädern vorbei. In der ersten Runde war es für Wohlmeiner noch recht kurzweilig und die Beine fühlten sich gut an. Mit jeder weiteren Runde wurde das Laufen für den PSGer immer zäher. Die Sonne brannte gnadenlos und alles, was zum Kühlen nutzte wurde gerne genommen. Einige Läufer sprangen einfach mal kurz in den See um dann anschließend weiter zu traben. Die Gäste in den Strandbädern holten alles an Eimern und Behältern, um die Teilnehmer mit Seewasser abzukühlen. Zahlreiche Atlethen gaben den Wettkampf vorzeitig auf. Nach 5:52 std Gesamtzeit finishte Stephan Wohlmeiner  die Challenge Walchsee total erschöpt und erreichte damit Platz 328 im Klassement.

 

Fazit von Thomas Höttecke und Stephan Wohlmeiner: schönes Wetter beim Triathlon ist immer gut, aber sengende Hitze verleidet einem die Freude am Sport schon sehr.

 

     
... Bericht von Ralf Biernatzki
 
Angereist mit der vagen Hoffnung auf eine gute Platzierung erwischte ich am 7.07.2019 einen (nahezu) perfekten Tag. 
 
Seit Wochen herrschten vor Ort hohe Temperaturen, sodass ein Neoverbot absehbar war. Dies begünstigt die guten Schwimmer in besonderem Maße und dämpfte meine Erwartungen im Vorfeld. Ebenso war die hügelige und technisch anspruchsvolle Radstrecke vorab schwer einzuschätzen und somit waren meine Erwartungen nicht allzu hoch. 
 
Der Streckentest am Vortag des Rennens verlief dann allerdings sehr gut. Zwei kurze, knackige Anstiege pro Runde und viele "Rolling Hills", die man „wegdrücken" konnte und zwei sehr scharfe Kurven, die zu beachten waren. Auf diesem Kurs konnte man aber definitiv Zeit gutmachen und dass war dann auch der Plan für das Rennen.
 
Am Renntag konnte ich bei optimalen äußeren Bedingungen eine gute Schwimmleistung abrufen. Trotz des Neoverbots schwamm ich mit 34min eine - für meine Verhältnisse - sehr ordentliche Zeit und ging als 3. meiner Altersklasse auf die Radstrecke. Der Rückstand zum führenden Italiener betrug 6min, zum zweitplatzierten Tschechen waren es 5min, eigentlich etwas zuviel. 
 
Nun galt es zunächst auf dem engen Kurs (4 Runden) viele der voraus gestarteten Gruppen zu überholen und kontinuierlich den Abstand zu verringern. Ich schlug ein sehr hohes Tempo an. Im Verlauf der 2. Runde dann eine kitzlige Situation als ein Insekt in den Mundraum gelangte, zustach und sich schnell eine Schwellung entwickelte. 
 
Trotzdem verkürzte sich der Rückstand auf das Führungsduo bei jedem Wendepunkt und zum Ende der dritten Runde überholte ich den vor mit liegenden Tschechen und lag nun auf dem 2. Platz. Der führende Italiener war beim nächsten Anstieg bereits in Sichtweite und hatte offenbar seine Kräfte verbraucht. Noch am Anstieg setzte ich mich an die Spitze und baute den Abstand weiter aus. Am Ende konnte ich den vor mir liegenden Athleten dann doch 8min auf der Radtsrecke abnehmen und relativ entspannt ins Ziel rollen: EUROPAMEISTER !!!
 
Es war mein zweiter Start bei einem AquaBike-Wettkampf, nach der WM 2017 in Odense,  und die erste internationale Medaille für mich.